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Aus vielen Teilen der Welt kamen sie aus Partnerstädten nach Freiburg: Ali
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Die einen lernen: Die nächste und älteste Freiburger Partnerstadt Besançon
ist mit dem Auto in gerade mal zwei Stunden zu erreichen. Die anderen lernen:
Die ukrainische Partnerstadt Lviv gehörte wie Freiburg einmal zu den
Habsburgern. Wieder andere lernen: Die Stadt Freiburg hat tatsächlich einen
eigenen Europabeauftragten. Und alle lernen beim "Markt der Partnerstädte" auf
dem Rathausplatz: Ganz schön international und weltoffen, dieses scheinbar so
beschauliche Breisgau-Städtle.
Das große weiße Zelt in der Nachbarschaft zu den Partnerstädte-Wappen aus
Rheinkieseln schwirrt vor unterschiedlichen Sprachen. Die Stände von acht
Partnerstädten (Granada fehlt) sind unablässig umlagert von Interessierten.
Schon wenige Stunden nach Marktbeginn gestern sind dem Freiburger
Europabeauftragten René Sutter die Exemplare der "Verfassung für Europa"
ausgegangen. Dafür gibt’s bei den Partnern aus Guildford um 16 Uhr "English tea
with cake" .
Und informiert
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Dominique Levrey, 45, Stadt Besançon:
"E ...mehr
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wird an allen Ständen über die jeweilige Stadt sowieso. Dass in Lviv
(Partnerstadt seit 1989), erzählt Ulyana Levchyshyn, die Unterstützung aus
Freiburg sehr bekannt ist und geschätzt wird. "Das ist eine große Hilfe für
unser Sozialamt." Zum Beispiel, wie der Freundeskreis Freiburg-Lviv mit seiner
Suppenküche für arme Menschen eine Brücke ins frühere Lemberg baut. Am Stand
gegenüber informiert Rivka Hollaender über die Partnerschaft zwischen Freiburg
und Tel Aviv, die es noch gar nicht gibt. "Aber ich hoffe, dass es nächstes Jahr
soweit ist." Nicht nur, weil die 2 und die 8 von 2008 zusammen 10 ergeben — und
Tel Aviv wäre Freiburgs zehnte Partnerstadt. Mehr noch, "weil es da schon eine
sehr große Partnerschaft an der Basis gibt und schon sehr viel an Austausch
zwischen den Menschen geschieht" .
Ähnlich ist es bei der Partnerschaft mit der iranischen Stadt Isfahan (seit
2000), die nach Einschätzung Bernd Braumandls "Freiburgs exotischste
Partnerstadt
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Manfred Höfert, 72, Freiburg-Madison-Gesellschaft:
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ist" . Entsprechend groß ist das Interesse. Und der Freundeskreis
Freiburg-Isfahan nutzt die Gelegenheit, manches schiefe Bild in den Köpfen
zurechtzurücken: "Viel zu wenig wird hier berücksichtigt, dass es im Iran eine
gut gebildete Zivilgesellschaft gibt, die den eigenen Staat und den Westen sehr
differenziert betrachtet." Bernd Braumandl sieht deshalb auch "das kreative
Potential dieser Städtepartnerschaft noch nicht ausgereift" . Das sagt Martina
Höllrigl auch mit Blick auf Innsbruck. Jedenfalls verneint sie nicht ganz den
Eindruck, die Partnerschaft mit der zweitältesten Partnerstadt (seit 1963) zeige
gewisse Ermüdungserscheinungen. Doch ist die Marketing-Frau guten Muts:
"Innsbruck bemüht sich gerade, die Partnerschaft wieder etwas zu beleben."
Das würde auch der Freiburg-Madison-Gesellschaft gut tun, meint Manfred Höfert,
der deren "schmale Basis" in Freiburg gern verbreitert sähe. Vorbehalte gegen
die USA spielen da jedoch seiner Meinung
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Yuji Hisai, 35, Stadt Masuyama:
"Die Leut ...mehr
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nach keine Rolle. Dagegen spreche auch "das wahnsinnig hohe Interesse" an
Madison (seit 1988) — auch an seinem Stand waren schon kurz nach Highnoon alle
Stadtpläne vergeben. Genug Papier, um damit die Kunst des Origami zu zeigen,
gibt’s derweil am Stand von Matsuyama (seit 1988). Ohne Unterlass sitzen Frauen
und Männer auf der niedrigen Bambus-Bank und falten unter Anleitung von Miwa
Kawasaki anmutige Kraniche. Seit sechs Jahren lebt die Geigenspielerin in
Freiburg und erklärt nun ihren neuen "Landsleuten" , wie sie am besten in die
japanische Partnerstadt kommen oder was die Schriftzeichen an der Zeltwand
bedeuten.
Wenig erklären indes gegenüber die beiden Signori aus der Jubiläumspartnerstadt
Padua (seit 1967) — es sei denn, die Wissbegierigen beherrschen Italienisch.
Auch ohne diese Fähigkeit ist es aber durchaus möglich, den aus Norditalien
mitgebrachten Wein und Käse, Öl und Wurst zu kaufen — oder sich über die
Freiburger Dante Aligheiri-Gesellschaft für Italienisch-Kurse anzumelden. Kaum
Verständigungsschwierigkeiten sind nebenan am Stand von Besançon zu beobachten.
Hier macht Dominique Levrey deutlich, dass die Beziehung ihrer Heimatstadt mit
Freiburg (seit 1959) durchaus lebt — nicht so spektakulär vielleicht, aber
zuverlässig und vertraut beim Schüleraustausch oder zwischen Vereinen. "Die
Freiburger kennen Besançon, und die Bisontiner kennen Freiburg als
Partnerstadt."
Das scheint mit Blick auf die Partnerschaft mit dem englischen Guildford (seit
1979) nicht ganz so ausgeprägt. Dem widerspricht Peter Slade, Vorsitzender der
Guildford Freiburg Association, freilich energisch. Natürlich gebe es immer mal
ruhigere Phasen. Doch insgesamt "gibt es einen sehr aktiver Austausch" . Nicht
zuletzt, weil Jahr für Jahr Blau-Weiß Wiehre sich fußballerisch misst mit den
Guildford City Boys.
weitere Bilder zum Artikel:
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Ulyana Levchyshyn, 33, Stadtverwaltung Lviv:
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Susan Lewis, 62, Verein Guildford-Freiburg:
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Riccardo Beccaro, 33, Winzer aus Padua:
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Heidi Reckendorfer, 34, Stadt Innsbruck:
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Nooshin Nafisy, 45, Künstlerin aus Isfahan:
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"Natur, Mensch, Kunst"
Zwei Künstlerinnen aus der iranischen Partnerstadt Isfahan bieten gemeinsam
mit dem Arabia-Institut (im Kulturpark, Haslacherstraße 43) am Samstag, 16.
Juni, von 12 bis 15 Uhr einen Workshop zum Thema "Natur, Mensch und Kunst" an,
in dem man mit Gewürzen und Naturmaterialien aus dem Iran arbeitet und die Kunst
der persischen Kalligraphie erproben kann. Die beiden Künstlerinnen stellen ihre
Arbeiten auch auf dem Markt der Partnerstädte auf dem Rathausplatz aus. Infos
und Anmeldung zu dem Kurs (10 Euro Gebühr plus Material) unter